Reiseziel SÜdafrika


SÜdafrika - LEOPARDEN - TEIL 2
Leoparden können überall dort existieren, wo sie kleine und mittlere Beutetiere und gute Deckung finden. Leoparden sind ihr Leben lang als Singles unterwegs. Ihre Kontakte beschränken sich meistens auf die Paarungszeit und bei Weibchen auf die Zeit der Aufzucht der Jungen. Die Auzucht ist allein Sache der Weibchen. Nach einer Tragzeit von 100 Tagen kommen 3 - 4 Junge zur Welt. Die Jungen sind dunkel und nur gering gefleckt. Wenn sie 2 Jahre alt sind, verlassen sie die Mutter und suchen sich ihr eigenes Revier. Der männlichen Leoparde hat ein Revier von ca. 18 - 65 km2. Das Revier des Weibchens umfasst ein Gebiet von 10 - 30 km2. Männliche Leoparden sind 60 - 70 cm groß bei einer Körperlänge von ca. 200 cm. Ihr Gewicht beträgt etwa 60 kg. Die Weibchen sind ca. 180 cm lang und wiegen 30 - 50 kg. Der Leopard kann mehr als 20 Jahre alt werden Leoparden gehen vorwiegend bei Sonnenuntergang oder kurz nach Sonnenaufgang auf Beutesuche. Bei ihrer Jagd legen sie bis zu 30 km zurück. Der Leo verzehrt eine breite Palette vom Käfer bis zur Antilope sowie Warzenschweine, Schakale, Nagetiere, Schlangen usw.
Avber jetzt wollen wir weiter von unserer Safari berichten, hier also der 2. Teil unseres Reiseberichtes:
Einer der beiden Leoparden hat offenbar Witterung auf eine Beute aufgenommen. Von seinem erhöhten Platz hat er einen guten Überblick über das Geschehen rings um ihn herum. Der Bruder sichert das Gelände auf der anderen Seite des Terrains. Jetzt ist es soweit. Die Beute ist erspäht.

Es ist ein kleiner Impala. Wachsamkeit, Anspannung und das Gespür für den richtigen Augenblick verbunden mit der Schnelligkeit eines Jägers sind die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Jagd. Die Jagd beginnt. Einer der beiden Leoparden ist kurz vor dem Sprung auf die Beute. Der Impala hat keine reale Chance, wenn zwei Leoparden gemeinsam jagen. Der Biss ins Genick bringt in kürzester Zeit den Tod.

Anschließend wird die Beute erst einmal auf den nächsten Baum verfrachtet, um sie vor möglichen Neidern in Sicherheit zu bringen. Nach kurzer Zeit wird der Impala in ein Dickicht gebracht, das den Leoparden sicher genug erscheint. Wir folgen den beiden Brüdern in gebührendem Abstand, können uns dann aber bis auf wenige Meter mit dem Landrover an den Aufbruchplatz annähern.

Hier sitzen wir nun wie angewurzelt im offenen Landy, während die Leoparden die Beute unter sich aufteilen. Ein Leopard bricht den Impala auf und weidet ihn aus. Wir hören ganz deutlich das Brechen der Knochen beim Zubeissen. Ein Geräusch, bei dem mir noch heute ein Schauer über den Rücken läuft. Der zweite Leo wartet in kurzem Abstand im nahen Dickicht und sichert das Gebiet. Wir werden offenbar nicht als Feinde betrachtet, anders ist es nicht zu erklären, dass wir aus einer Entfernung von 5 Metern das Geschehen beobachten können. Die ganze Prozedur dauert über 2 Stunden. Dabei sitzen wir in der jetzt prallen Sonne im offenen Landrover. Die Kamera ist bei mir immer im Anschlag ebenso wie beim Ranger das Gewehr griffbereit liegt. Die Zeit vergeht, ohne dass wir merken, dass sich breits ein dicker Sonnenbrand ankündigt. All das nehmen wir nicht wahr, weil wir so gebannt der Szenerie folgen.
Auf unserer Rückfahrt sind wir glücklich, diese ästätische und zugleich grausame Jagd miterlebt zu haben. Sie wird uns unvergessen bleiben.
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