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Malediven

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Malediven - Fauna

Über Wasser

Ähnlich wie die Pflanzenwelt ist auch die Tierwelt oberhalb des Meeresspiegels ausgesprochen artenarm. Neben den Geckos fallen in erster Linie die Flughunde auf. In der Abenddämmerung sind sie auf der Nahrungssuche nach essbaren Früchten. Auf den unbewohnten Inseln findet man Nattern und Blindschleichen, welche sich von Eidechsen und Geckos ernähren.

Geckos sind nur dort zu finden, wo die Zimmer nicht klimatisiert sind. Die Kälte meidet der Gecko. Bei eingeschaltetem Licht sitzen sie nahe der Lichquelle und harren auf Insektenbeute. Die Geckos sind scheu und völlig ungefährlich. Je mehr von ihnen im Zimmer sind, desto weniger Insekten gibt es.

Die beiden Schlangenarten der Malediven sind auf den Urlauberinseln quasi ausgestorben, da die Vegetation auf diesen Inseln nicht dicht genug ist. Auf unbewohnter Inseln sind sie jedoch noch anzutreffen.

Etwas vielfältiger ist die Vogelwelt. Es leben hier etwa 120 verschiedene Arten. Eine auffällige Vogelart ist auf vielen Inseln der schwarzer Rabe. Indische und singhalesische Seefahrer nahmen die Tiere auf ihre Schiffe mit und ließen sie frei, um Inseln oder das Festland zu finden. Wenn die Raben ohne Orientierung umher flogen und sschnell zurückkehrten, war kein Land in der Nähe. War jedoch eine Insel oder eine Festlandküste in der Nähe, flogen sie darauf zu. Das Schiff konnte folgen und fand so den bequemen Weg zum Land. Im Addoo Atoll südlich des Äquators findet man weiße Feenseeschwalben mit ihren schwarzen Augen und dem spitzen schwarzen Schnabel. Bussarde, Falken und Weihen machen auf ihren Wanderungen von im Winter kalten Regionen in den Süden immer wieder auf den Inseln Station. An den Inselstränden findet man verschiedene Reiherarten, die hier auf Nahrungssuche sind.

Unter Wasser

Wasserschildkröten tauchen aus der Tiefe auf und schnappen nach Luft. Meterlange Muränen verstecken sich in den Riffen. Ein Octopus wechselt wellenartig die Farbe und leuchtet dabei in allen Regenbogenfarben. Mehrere Riffhaie ziehen vorbei. Am Meeresgrund liegen Seegurken, die alles vertilgenden Staubsauger des Riffs. Eine Gruppe von Mantas schwebt vorüber.......

........ist dies die Beschreibung eines riesigen Aquariums?.... .......nein, das ist Realität. Der Fischreichtum ist gewaltig und vielfältig.

Ein Tauchkurs ist im Prinzip nicht notwendig. In dem flachen Wasser reichen schon Grundkenntnisse im Schnorcheln. In die Begeisterung über diese phantastische Unterwasserwelt mischt sich jedoch Wehmut über die Bedrohung des Paradieses.

Sichtbare Zeichen dafür sind die Korallen, die längst nicht mehr so farbenprächtig sind, wie sie es einmal waren und an vielen Stellen sogar ganz verschwunden und abgestorben sind. Wir haben diesen Unterschied bereits in den Jahren nach 1979 aufgrund mehrerer Reisen zu den Malediven feststellen können.

Schuld daran ist die globale Erderwärmung und der permanente Abbau der Riffe für Baumaterialien etc. Einen weiteren nicht unerheblichen Anteil an der Zerstörung der Riffe tragen die vielen Unterwassertouristen bei. Die Korallen sind empfindliche Wesen. Bereits Temperaturschwankungen von ein bis zwei Grad Celsius können sie verenden lassen. Das Ergebnis sind weiße Korallenskelette, die Jahrzehnte brauchen, um sich neu zu bilden.

Nicht nur die Unterwasserwelt ist bedroht sondern auch die Bevölkerung über Wasser ist davon betroffen. Da die meisten Inseln nur wenige Meter über dem Wasser liegen, sind sie vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht. Vielen der maledivischen Inseln steht der Untergang bereits bevor.

Jährlich reisen derzeit über 300 000 Touristen auf die Malediven. Die Auswirkungen dieses Touristenstroms sind nicht mehr einzuschätzen.


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