Europa - Österreich - Ötztal - Wurzbergalm und Gasthaus Waldesruhe
Die Wurzbergalm liegt auf einem Wiesenplateau und ist über Längenfeld - Winklen aus zu Fuß zu erreichen. Das Gasthaus Waldesruh liegt auf einer Höhe von 1570 Metern.
Den Wagen kann man auf dem Parkplatz in Längenfeld-Winklen (1.154 m) stehen lassen. Von hier aus ist der Weg zur Wurzbergalm ausgeschildert. Der Ort Winklen besteht nur aus einigen wenigen Bauernhäusern, zwei Gaststätten und einer Kirche. Der Weg zur Wurzbergalm geht direkt an der Kirche vorbei und man biegt dann links in den Wald ab.
Besonders sehenswert ist der alte Bauernhof direkt neben der Kirche, der komplett aus Holz erbaut ist. Wir schätzen das Alter auf einige Hundert Jahre. Der Weg zur Wurzbergalm ist gut beschildert. Im Sommer ist eine Gehzeit von einer 3/4 Stunde angegeben. Im Winter sollte man mindestens die doppelte Gehzeit einkalkulieren. Bei den hohen Schneeverhältnissen haben wir für den Hinweg 2 Stunden benötigt.
Auf dem Weg finden wir immer wieder die Zeugnisse der tiefen Religiösität der bäuerlichen Bevölkerung vor. Der Wanderweg zur Wurzbergalm ist einsam und wenig begangen und besonders in den Wintermonaten durch seine Landschaft beeindruckend. Vor uns war lediglich der Versorgungsschlitten der Alm unterwegs. Über Nacht hat es ca. 30 cm geschneit und das Gehen in dem tiefen Schnee ist sehr anstrengend. Hier hätten wir auch gut unsere Schneeschuhe einsetzen können. Nach etwa zwei Stunden anstrengender Winterwanderung erreichen wir dann das Gasthaus Waldesruhe.
Wir sind die einzigen Gäste und die Wirtin ist froh, seit Tagen endlich einmal wieder neue Gäste zu haben. Nachdem die letzten Informationen aus dem Ötztal ausgetauscht sind, bekommen wir unsere wohlverdiente Jause serviert. So gestärkt treten wir den Rückweg an, der etwas leichter zu bewältigen ist. Auf dem Weg kommen wir an einem alten Bauernhaus vorbei. Die sommerlichen Gerätschaften für die Feldarbeit sind fein säuberlich an der Hauswand deponiert. An einem weiteren Bauernhof auf unserem Weg sind die unübersehbaren Zeichen des Verfalls zu sehen. Die Grundmauern sind von der Feuchtigkeit stark angegriffen. Der Hof steht offensichtlich teilweise leer und nach einigen Jahren ohne Restaurierung wird er wohl aufgegeben werden müssen. Nach der schönen Wanderung geht es jetzt zurück ins Ötztal.
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