Reiseziel Spanien


Spanien - Andalusien - Costa del Sol - Reisebericht
Wir haben die Costa del Sol in den letzten 30 Jahren mehrfach besucht und die Entwicklung dieses Landstrichs skeptisch mitverfolgt. Einen aktuellen Reisebericht mit unseren Erfahrungen haben wir nachfolgend zusammengestellt.
Wir sind auf dem Weg entlang an der Küste der Costa del Sol und fahren über Malaga und Marbella Richtung Sotogrande und der Insel Gibraltar. Der Tag war gekennzeichnet von Fahrstress. Wir sind bereits seit 12 Stunden im Auto und suchen seit Stunden vergeblich eine Unterkunft. Entweder sind die Hotels gechlossen oder sie sind komplett ausgebucht. Wir haben den Eindruck, dass die Hotels und Pensionen nur noch in der Hauptsaison zwischen Juni und September geöffnet haben.
Brigitte hat sich schon mit einer Übernachtung im Landy abgefunden. Das bedeutet, alles Gepäck muss raus, um Platz zum Schlafen zu schaffen. Doch dann haben wir Glück und finden kurz hinter Fuengirola und vor der Touristenhochburg Marbella das 4 Sterne-Hotel Beatrix direkt am Strand (in der Nacht sehen wir nichts mehr davon). Leider zu fast unannehmbaren Übernachtungskosten. Aber es ist das letzte Zimmer und so schlagen wir kurzentschlossen zu.

Hier sind die ganzen Golftouristen und mehrere Busse mit Durchgangstouristen untergebracht. Es ist schon 22.00 Uhr bei unserem Einchecken und Brigitte ist der Appetit bei dem ganzen Stress gründlich vergangen. Unten in der Restauranthalle toben noch an die 200 Gäste. Lust auf Essen kommt da nicht auf. Ich besorge uns ein paar Sandwiches an der Bar und ein Bier......eine halbe Stunde später übermannt uns erschöpft der Tiefschlaf.
Am nächsten Morgen geht es nicht zu früh nach einem minimalen Frühstück, alles im Preis von 150 € die Nacht inbegriffen, weiter Richtung Sotogrande und Gibraltar. Wir haben die Nase von der Costa del Sol gestrichen voll und wollen schnell weg aus diesem Touristenghetto..... Wir sind enttäuscht über die negative Entwicklung der gesamten Küstenregion Spaniens, die sich quasi von Barcelona im Nordosten bis nach Malaga im Süden der Iberischen Halbinsel hinzieht. Einerseits ist die Küste zugebaut mit Apartment- und Bungalowanlagen, Campingplätzen und massiven Hotelburgen. Wo keine Touristengebiete entstanden sind, ist die Küste mit plastiküberdachten Tomaten, Gemüse- und Blumen-Plantagen flächendeckend zugebaut. Aus den Bergen der Sierra Nevada kommend haben wir den Eindruck, auf einen überdimensionalen Parabolspiegel zuzufahren. Die Plastiküberdachungen der über hunderte von Kilometern aneinandergereihten Gewächshäuser spiegeln das Sonnenlicht extrem zurück. Eine fast utopisch unreal anmutende Vision wie auf einem anderen Stern. Zu erklären ist diese Monokultur wohl nur mit den reichlich fliessenden Subventionen aus der EU - Kasse.

Wir haben die Küste von Barcelone bis Malaga in wenigen Tagen überwunden (nur Landstrasse, was max 400 km am Tag und 10 bis 12 Stunden Fahrzeit bedeutet). Da wir immer noch auf der Landstrasse fahren kommen wir gegen Mittag in Sotogrande an. Ab hier beginnt sich der Massentourismus zu verflüchtigen. Wir finden einen kleinen Strandabschnitt, an dem ausnahmsweise keine Urbanisation und keine Bettenburg steht. In einem winzigen Strandrestaurant fühlen wir uns sofort wohl und lassen uns hier das einfache aber gute Essen, das aus lokalen Fischgerichten besteht, munden. Keine Touristen sind unterwegs, der Strand ist wohltuend leergefegt. Die Temperatur ist angenehm und mit 26 Grad erträglich.


Mehr Informationen
Fragen zum Reiseziel Spanien? Im » Europa - Forum bekommst Du die Antworten!
aktuelle Nachrichten und News und vieles mehr! Besuch die Reise Community im
» Globetrotter Weltreise - Forum
Was passiert sonst noch im Weltreise-Forum:
Erfahrungsaustausch, Tipps weitergeben, Reiseberichte veröffentlichen,aktuelle Nachrichten und News und vieles mehr! Besuch die Reise Community im
» Globetrotter Weltreise - Forum

